btb2025

Bautagebuch 2025


Die Dachsanierung am Neuen Jagdschloss ist abgeschlossen, die wunderschöne Landschaft aus Ziergittern, Wetterfahnen, Giebeln, Spitzen und unzähligen Sandsteinornamenten und -elementen konnte Dank vieler Fördermittel von Bund und Land Thüringen, der tatkräftigen Hilfe von Deutscher Stiftung Denkmalschutz, Deutscher Gesellschaft für Chronometrie und unzähliger Einzelspenden wieder im historischen Aussehen gestaltet werden. Wir sind stolz auf das Erreichte und auf das Engagement aller Beteiligten. 

Jetzt geht es um neue Ziele: In diesem Jahr wollen wir das große Eingangsportal in Angriff nehmen. Außerdem muss das Schloss von unten trockengelegt werden. Hier im Bautagebuch können sie uns und den Handwerkern über die Schulter schauen.

7. November 2025: Von weitem betrachtet ist von der Wohnblockruine kaum noch etwas zu sehen. Die Ruinenlandschaft verwandelt sich dank des vorhandenen Altbaumbestandes Schritt für Schritt in eine Parklandschaft. Inzwischen wurde auch die große Abbortgrube des Wohnblocks entfernt und die Geländeregulierung ist in vollem Gange.

28. Oktober 2025: Im Februar dieses Jahres hatte das Team von Kunstschmiedemeister Ralf Gerhardt die vier stark verrosteten Drachen-Wasserspeier in einer schwierigen Kranaktion vom Hauptturm des Schlosses demontiert. Inzwischen hat die Firma Gerhardt mit den Restaurierungsarbeiten begonnen. Heute wurde als erstes Ergebnis eines der rund 150 Kilo schweren Kunstwerke im Foyer des Schlosses aufgestellt und zeugt vom Stand der Arbeiten. MDR- Redakteurin Danielle Haupt und ihr Kameramann dokumentierten das Ereignis für das Thüringen-Journal.

27. Oktober 2025: Die Ruine des Wohnblocks ist verschwunden. Jetzt sind die sehr massiven Fundamente an der Reihe. Auch die Beräumung des Umfelds ist im Gang. Gestern machte einTeam des MDR-Fernsehens Aufnahmen. Das Thüringen-Journal wird am Donnerstag über das Projekt berichten.  

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27. Oktober 2025: Über ein Jahr prägten die zwei Gerüsttürme das Aussehen unseres Festsaals. Nachdem das Restauratoren-Team sämtliche Arbeitsschritte zur Wiederherstellung der Gemälde des Alten Schlosses Hummelshain und von Schloss Christiansburg in Eisenberg realisiert hat, konnten die Gerüstbauer der Firma Bielinski heute die Türme zurückbauen. Der Blick auf die schönen Bilder ist damit freigegeben.

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21. Oktober 2025: Heute wurden in Erfurt vom Ministerpräsidenten die diesjährigen 👉👉👉Bundespreise "Handwerk in der Denkmalpflege" verliehen. Für ihre herausragenden handwerklichen Leistungen bei der Dachsanierung des Neuen Schlosses Hummelshain erhielt auch drei unserer Handwerksbetriebe diese Auszeichnung. 🙂🍷👍 Herzliche Gratulation!


21. Oktober 2025: Immer wieder von Schaulustigen staunend beobachtet, geht der Abriss der Ruine des Wohnblocks im Hummelshainer Schlosspark gut voran. Es handelt sich um eine von der Gerstacker Weinkellerei und Likörfabrik GmbH Nürnberg finanzierte Ausgleichsmaßnahme. Inzwischen ist das Gebäude niedergelegt und der Abtransport des Bauschutts ist im Gange. Anschließend wird die Beräumung des Umfeldes einige Zeit in Anspruch nehmen.

16. Oktober 2025: Nach Abschluss der Sanierung des Daches und des Giebels erfolgte heute ein Teilrückbau des Gerüstes, sodass nun der Stufengiebel des Porticus mit den neuen Zierelementen und der restaurierten Schrifttafel gut sichtbar ist. .

10. Oktober 2025: Unterbrochen durch einen zweiwöchigen Klinikaufenthalt hat unser Restaurator Emil Rosian im Verlauf der zurückliegenden Wochen nun auch den zweiten Teil der Gemälderestaurierung im Festsaal realisiert. Im Mittelpunkt stand dabei die Rekonstruktion des durch Wasserschäden verloren gegangenen Gemäldes von Schloss Christiansburg in Eisenberg. Da vom ursprünglichen Bild kein Foto vorhanden war, rekonstruierte es der Restaurator anhand der geringfügigen verbliebenen Gemäldereste und unter Zuhilfenahme historischer Abbildungen des Schlosses. Ebenfalls restauriert wurde das rechts dieses Gemäldes befindliche Bild zur historischen Fisch- und Teichwirtschaft sowie der links angeordnete Feston mit entsprechenden Motiven.

09. Oktober 2025: In dieser Woche hat Tischlermeister Holger Zastrau die Arbeiten an der Vertäfelung der Südwestecke des Festsaals fortgesetzt. Nach der Furnierung des neu angefertigten Rahmens wurden nun die in aufwendiger Handarbeit feingeschliffenen neuen Furnierplatten eingesetzt und mit Profilleisten versehen, die entsprechend dem historischen Bestand angefertigt wurden.


09. Oktober 2025: Im Zuge der Bemühungen um den Abriss nicht zum ursprünglichen Bestand des Schlossparks gehörender baulicher Anlagen und der Rekultivierung der Flächen erfolgt derzeitig eine weitere wichtige Maßnahme. 2018 hatte der Förderverein die notwendigen Planungen erstellt, die seither im Ausgleichsflächenpool des Saale-Holzland-Kreis und der Stadt Jena eingestellt sind. Ein Großteil der Projekte wurde inzwischen realisiert. Nach dem von der Eigentümergesellschaft des Schlosses realisierten Abriss des Jungeninternats ist nun die Ruine des 4WE-Wohnblocks im südwestlichen Parkareal an der Reihe. Es handelt sich um eine Ausgleichsmaßnahme der Gerstacker Weinkellerei und Likörfabrik GmbH Nürnberg im Zusammenhang mit deren Firmenneubau in Crossen. Zur Maßnahme gehört neben dem Abriss auch die Beräumung des umliegenden Parkgeländes. Abriss und fachgerechte Entsorgung hat die GAUS GmbH aus Unterwellenborn übernommen.

02. Oktober 2025: Am Giebel des Porticus befindet sich eine dunkle Steintafel mit dem Schriftzug FIDELITER ET CONSTANTER (treu und beständig), dem Leitspruch von Herzog Ernst I. und anderer wettinischer Herzöge. Die Tafel ist aus Syenit, einem harten Gestein, das auch in Thüringen vorkommt. Wie aus den historischen Bauunterlagen hervorgeht, war der Schriftzug ursprünglich vergoldet. Heute hat Steinmetzmeister Brock die Vergoldung erneuert. Die Kosten dafür trägt der Förderverein.

24. September 2025: Als krönender Abschluss der Dachsanierung am Portikus des Neuen Schlosses wurden heute einige der in der Vergangenheit verloren gegangenen und nun neu angefertigten Schmuckelemente des Stufengiebels ergänzt. Die drei fast mannshohen Obelisken und die zwei Zierkugeln sind in der Werkstatt von Steinmetzmeister Alexander Brock auf der Grundlage historischer Fotos entstanden. Mit einem Schwerlastkran wurden die Sandsteinteile nun an Ort und Stelle gehoben und von den Steinmetzen jeweils mit mehreren Ankerstäben standsicher montiert. 

15. September 2025: Die Erneuerung des Daches des Portikus am Neuen Schloss ist abgeschlossen. Sie wurde mit Unterstützung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und Eigenmitteln der Eigentümergesellschaft finanziert. Alle notwendigen Zimmerer-, Klempner-, Schieferdecker- und Blitzschutzarbeiten wurden in optimaler Qualität realisiert.

13. September 2025: In der Werkstatt für Schmiedekunst von Ralf Gerhardt in Knau laufen die Arbeiten zur Restaurierung der Drachen-Wasserspeier vom Hauptturm des Neuen Schlosses Hummelshain. Die Reste der stark beschädigten historischen Wasserspeier waren im Rahmen einer spektakulären Kranaktionen im Januar dieses Jahres geborgen worden.

9. September 2025: Seit mehreren Tagen verrichten die Blechklempner der Firma Pfeiffer auf dem Dach des Portikus ihre Arbeit. Besonders aufwendig ist der Bau der verdeckt liegenden Dachrinnen. Nachdem die Blecharbeiten am Ostdach abgeschlossen sind, sind hier die Fachleute von Dachdeckermeister Sandro Schindler mit dem Aufbringen des Schiefer am Werk. Motto: Nur Gott ist über uns!

2. September 2025: Bei der Begutachtung des Portikus vom Gerüst aus waren Rissbildungen im Sandstein entdeckt worden, die inzwischen genauer untersucht worden sind. In Abstimmung mit dem Denkmalamt wurde festgelegt, den unteren Gewölbebogen mittels verdeckt eingebauter Edelstahlanker zu stabilisieren. Dazu erfolgten heute die notwendigen drei  Bohrungen, mit viel Fingerspitzengefühl ausgeführt vom Fachbetrieb Beton-Bohr- und Sägebetrieb Pierre Naundorf.

28. August 2025: Die erste Hälfte der Arbeit zur Wiederherstellung der zerstörten Teile des Gemälde-Frieses im Festsaal des Neuen Schlosses ist geschafft. Heute hat Diplom-Restaurator Emil Rosian das Bild des Alten Schlosses Hummelshain vollendet. Dem soll die Rekonstruktion des Gemäldes von Schloss Christiansburg in Eisenberg in der Südwestecke folgen.

21. August 2025: Steinmetzmeister Brock kam heute ins Schwitzen, denn er hatte eine knifflige Aufgabe zu lösen. Der aus zentnerschweren Sandsteinteilen bestehende Stufengiebel des Portikus war instabil; man konnte ihn mit der Hand in Schwingung versetzen. Deshalb mussten die Sandsteinteile mithilfe des Krans heruntergenommen und neu befestigt werden. Außerdem wurde der Giebel mit einem durch das Dach geführten Flacheisen zugfest am Schlossturm verankert. Der Schwerarbeit werden für Brock demnächst filigrane Steinmetzarbeiten folgen - so die mit Spendenmitteln finanzierte Vergoldung des herzoglichen Leitspruchs „FIDELITER ET CONSTANTER“ - Treue und Beständigkeit.

21. August 2025: Was tun, wenn tragende Balken in einem solchen Zustand sind? Hier haben Holzwürmer ganze Arbeit geleistet, allerdings schon vor längerer Zeit. Es handelt sich um einen nicht mehr aktiven Altbefall. Architekt Dr. Seelig und die beteiligten Zimmerleute entschlossen sich, die Sanierung durch das Ansetzen neuer Balkenabschnitte in Verbindung mit Stahllaschen vorzunehmen. Diese Arbeiten wurden inzwischen abgeschlossen.

14. August 2025: In dieser Woche hat Diplom-Restaurator Emil Rosian mit dem Übertragen der Motive auf die Wandflächen begonnen. Als ersten Schritt hat er den geschädigten rechten Bildteil der "Holzfäller an der Leuchtenburg" restauriert und beginnt nun mit der Arbeit am "Alten Schloss". 

13. August 2025: Mit Unterstützung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ist die Sanierung des Portikus des Neuen Schlosses nun in vollem Gang. Im ersten Bauabschnitt setzen die Fachleute der Firma Pfeiffer das Dach instand. Nach dem Rückbau der alten Dachflächen lautet wie immer die spannendste Frage: Wie ist der Zustand der Dachkonstruktion? Dieser ist überwiegend gut, allerdings sind die Balkenenden der Deckenbalken, auf denen die Dachkonstruktion ruht und an denen auch die Holzdecke des Balkons hängt, an der Westseite morsch. Da die Balken von außen nicht zugänglich sind, mußte der Fußboden des Innenraums geöffnet werden. Über die Art und Weise der Sanierung der Balken wird unser Architekt Dr. Seelig entscheiden. Heute informierten sich auch Frau Junge von der Unteren und Herr Dr. Nitz von der Oberen Denkmalbehörde über die laufenden Arbeiten.

6. August 2025: In welchen Arbeitsschritten gelangt das im Aquarellentwurf vorliegende Bild auf die vorbereiteten Wandflächen des Festsaals? Heute hat Restaurator Emil Rosian damit begonnen, die auf Grundlage des Entwurfs im Maßstab 1:1 auf Transparentpapier gezeichneten Konturen des Alten Schlosses Hummelshain und von Schloss Christiansburg und der angrenzenden Malereien auf die Wand zu übertragen. Das geschieht mittels eines Pausrades (Kopierrad), dass die Umrisse der Vorlage in kleinen Einstichen präzise auf die Wandfläche überträgt, die dann mit Bleistift nachgezeichnet werden.

25. Juli 2025: Im Rahmen der Ausgleichsmassnahme des Hochspannungsleitungsbetreibers 50 Hertz haben die Mitarbeiter der Firma Boock nun auch die westliche Fläche der künftigen Blühwiese hergerichtet. Nach umfangreichen Bodenarbeiten wurde heute das spezielle Saatgut eingebracht. Das kleine Foto zeigt den ursprünglichen Zustand dieser Fläche mit der Ruine des ehemaligen Jungeninternats. 

24. Juli 2025: In einem ersten Arbeitsschritt ist Steinmetzmeister Brock mit der Vorreinigung des Portikus und aller Sandsteinbauteile beschäftigt. Dabei wird insbesondere der Moosbewuchs vorsichtig entfernt.

18. Juli 2025: Wie geht es mit der Restaurierung des Gemäldefriesen im Festsaal weiter? Inzwischen hat Diplom-Restaurator Emil Rosian die Entwürfe aller zu restaurierenden bzw. rekonstruierenden Bildbereiche als Aquarelle sowie die Pausen der Konturen im Maßstab 1:1 fertiggestellt. Hier die Entwürfe für das Eisenberger Schloss Christiansburg und die sich daran anschließende Darstellung zur historischen Fischereiwirtschaft. Heute hat der Restaurator seine Pausen vor Ort überprüft, die demnächst auf die Wandflächen übertragen werden.

18. Juli 2025: Durch Tischlermeister Zastrau und Mitarbeiter wurde heute das neue Rahmenwerk für die Vertäfelung in der Südwestecke des Festsaals montiert. Obwohl das Mauerwerk inzwischen ausgetrocknet ist, wurde die Unterkonstruktion mit einer Isolation versehen. Nächster Schritt wird der Einbau der neuen Furnierplatten sowie die Beizung und Lackierung der neuen Vertäfelung sein.

7. Juli 2025: Die langwierigen restauratorischen Vorarbeiten am Gemäldefries im Festsaal des Neuen Schlosses sind abgeschlossen, der Malgrund ist vorbereitet. Nun folgt der letzte und wichtigste Arbeitsschritt - die Rekonstruktion der zerstörten Gemälde. Damit haben wir den erfahrenen Eisenberger Diplom-Restaurator Emil Rosian beauftragt. Auf dem Foto zeigt er seinen Aquarellentwurf vom Alten Schloss, für den ältere Fotografien des Wandbildes als Vorlage dienten. Solche existieren für das zweite Gemälde – Schloss Christiansburg in Eisenberg – leider nicht. Dies muss er auf Grundlage der geringen Fragmente des Gemäldes und historischer Darstellungen rekonstruieren. Unsere „Bilderretter“- Spendenaktion zur Finanzierung des Vorhabens geht weiter.

4. Juli 2025: Gestern haben die Kollegen der Firma Sanow mit dem Bau des Gerüstes begonnen und wollen es bis Mitte nächster Woche fertigstellen. Geplant sind umfangreiche Zimmerer-, Naturstein-, Dachdecker- und Dachklempnerarbeiten an Portikus und Turmhalle des Neuen Schlosses. Dafür hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dem Förderverein eine zweckgebundene Einzelspende in Höhe von 130.000 Euro zur Verfügung gestellt. Die Eigentümergesellschaft hat einen Eigenmittelanteil von 30 % der Baukosten zu tragen.

Vom Gerüst aus ergeben sich interessante Blickwinkel auf den Baukörper: auf dessen Schönheiten wie Schäden gleichermaßen. Im ersten Bauabschnitt der Maßnahme werden Dach, Dach-Entwässerung und der Ziergiebel der Turmhalle instandgesetzt bzw. restauriert. Fehlende Bauteile wie etwa die Obelisken des Giebels werden ergänzt. Im zweiten Bauabschnitt sollen u.a. umfangreiche und sehr anspruchsvolle Sandsteinrestaurierungsarbeiten erfolgen, insbesondere die Instandsetzung des stark geschädigten Gurtgesimses und die Restaurierung der prächtigen Wappentiere und Wappenschilde am Haupteingang des Schlosses.

23. Juni 2025: Mehrere Monate hat es in Anspruch genommen, die betroffenen Wandflächen von schädlichen Salzeinlagerungen, die durch das eindringende Regenwasser verursacht waren, zu befreien. Nach dem positiven Laborbefund haben die Mitarbeiter von Gold'n Art in mehreren Arbeitsgängen die Putzschicht instandgesetzt. Dabei kam vor allem Kalkglätte (Calciumhydroxid) zum Einsatz. Heute wurde die Oberfläche letztmalig genässt und geglättet. Nach einer Trockenzeit von ca. 14 Tagen steht sie als Malfläche für die weiteren Arbeiten zur Verfügung.


20. Juni 2025: Die langwierigen Parkettarbeiten im Ausstellungsbereich gehen ihrem Ende zu. Jeder Parkettstab und jedes Teilstück liegt wieder an seiner ursprünglichen Stelle. Nun wird gespant und geschliffen. Ganz nebenbei hat Tischlermeister Seidemann das Problem der seit Jahren „klemmenden“ Zugangstür gelöst. Herzlichen Dank dafür!

06. Juni 2025: Aufgrund des extrem schlechten Zustandes musste das gesamte Rahmenwerk der oberen Tafel für die Südwestecke des Festsaals neu angefertigt werden. Heute wurde der furnierte Rahmen eingepasst und Maß für die Neuanfertigung des - ebenfalls stark geschädigten - unteren Rahmenwerks (Foto rechts) genommen. Der Einbau der neuen Furnierplatten, deren Beizung und Lackierung durch Tischlermeister Zastrau wird demnächst vor Ort geschehen.

27. Mai 2025: Im Auftrag unseres Vereins erledigte die Fachfirma Matthias Seime heute wichtige Baumpflegearbeiten im Schlosspark. Schwerpunkt waren die Gehölze an der neu angelegten Wiese westlich des Schlosses. Hier waren bei den Abrissarbeiten im vorigen Jahr zahlreiche Bäume beschädigt worden. An den Platanen der Allee und an den alten Douglasie an der Westseite wurden nun abgebrochene Äste und Stümpfe beschnitten, aus der Baumgruppe an der Ostseite abgestorbenes Holz entfernt. An der Hirschgruppe und in der Ahornallee wurden absturzgefährdete Starkästen beseitigt.

7. Mai 2025: Die Restaurierung der geschädigten Holzvertäfelungen des Festsaals geht weiter. Nach der Instandsetzung des Rahmenwerks der ersten Tafel und der Anfertigung neuer Paneele mit Eichenfurnier geht es für Tischlermeister Holger Zastrau nun darum, den geeigneten Farbton für die Beizung des neuen Furniers sowie der Rahmen zu finden. Das ist nicht einfach, da sich auf den Vertäfelungen des Bestandes eine breite Palette unterschiedlicher Tönungen von "Eiche dunkel" zeigen, die zudem je nach Lichteinfall variieren. Zastrau hat verschiedene Beizmuster angefertigt. Nach mehrfacher Inaugenscheinnahme und längerer Diskussion fällt die Entscheidung. Wir sind auf das Ergebnis gespannt.

24. April 2025: Die Mitarbeiter der Eisenberger Restaurierungswerkstatt Gold'n Art erneuern an den beschädigten Gemäldeflächen im Festsaal die Kompressen. Das geschieht heute bereits zum dritten Mal. Die Kompressen bestehen aus einem saugfähigen Material, welches beim Trocknen die schädlichen Salze aus dem Mauerwerk zieht. Anschließend wird durch eine Laboruntersuchung ermittelt, ob das angestrebte Ziel erreicht ist. Dann kann der nächste Restaurierungschritt erfolgen.

16. April 2025: Heute haben die Mitarbeiter der Firma Boock unweit der Hirschgruppe die letzte Teilfläche der künftigen Blühwiese bearbeitet. Es wurden Bodenarbeiten ausgeführt und das spezielle Saatgut eingebracht. Finanziert wird das Projekt als Ausgleichsgleichsmaßnahme vom Hochspannungsleitungsbetreiber 50 Hertz. Nun hoffen wir, das nach wochenlanger Trockenheit endlich Regen fällt und das Saatgut keimen kann.

7. April 2025: Die erste Teilfläche der geschädigten Holzvertäfelungen aus dem Festsaal wird derzeit in der Tischlerwerkstatt Holger Zastrau in Wernburg restauriert. Zunächst erfolgte die Trocknung des Bauteils. Es bestätigt sich, dass durch die jahrelange Feuchtigkeit nicht nur die furnierten Paneele, sondern auch das Rahmenwerk stark gelitten haben und ganz oder teilweise erneuert werden muss. Derzeit fertigt der erfahrene Tischlermeister und Restaurator neue Paneele mit Eichenfurnier an.

2. April 2025: Nachdem die Wandtemperatur die notwendigen 15 Grad erreicht hat, gehen die 2024 begonnenen Restaurierungsarbeiten am Wandfries des Festsaales weiter. Die Hauptaufgabe besteht derzeit in der Entfernung schädlicher Salze, die sich durch die langjährige Durchfeuchtung des Mauerwerks gebildet haben. Dazu hat Restaurator Christian Seiler heute auf den betreffenden Wandbereichen spezielle Kompressen aufgebracht. Dieser Vorgang muss mehrfach wiederholt werden. Der Erfolg wird durch Messungen des Salzgehalts überprüft, bis kein schädlicher Einfluss mehr nachweisbar ist.

10. März 2025: Nach der im Zuge der Schwammsanierung erfolgten kompletten Erneuerung des Unterbaus im EG-Flur erfolgt jetzt der Wiedereinbau des Parkettes durch Herrn Seidemann von der Holzmanufaktur Herzog in Abstimmung mit unserem Archtiekten Dr. Seelig. Alle Stäbe und Einzelteile wurden zuvor von der Firma MTB mit Mikrowelle und zusätzlich in einer Trockenkammer behandelt. Dabei kommt jedes Parkettteil genau an die Stelle, an der es sich ursprünglich befunden hat - ein anspruchsvolles Puzzlespiel.

4. März 2025: Nach den Feinarbeiten zur Herrichtung der Flächen hat das Gärtnerteam um Frank-Rainer Boock heute mit der Aussaat begonnen. Hier soll kein Englischer Rasen angelegt werden, sondern entsprechend der naturschutzfachlichen Vorgaben mittelfristig eine naturnahe Blühwiese entstehen. Ausgebracht wird deshalb ein regionalspezifisches Saatgut für sandige Böden.

4. März 2025: Wo 2023 noch drei riesige Barackenruinen standen und sich Müllberge türmten (Fotos ganz unten), haben gestern die Arbeiten zum Anlegen einer naturnahen Parkwiese begonnen. Ausgeführt wird das Projekt von der Jenaer Firma Garten- und Landschaftsbau Gärtnerei Boock, einem Fachbetrieb mit 125-jähriger Tradition. Als erster Arbeitsschritt muss die Fläche manuell gründlich von Steinen und Wurzeln befreit werden, bevor die maschinelle Bodenbearbeitung erfolgen kann. Das Vorhaben wird finanziert vom Berliner Netzbetreiber 50Hertz Transmission GmbH im Rahmen einer  Ausgleichsmaßnahme für den Ausbau der Hochspannungsleitung Pulgar-Vieselbach.

3. März 2025: Nach der letzten Schwammbekämpfungsmaßnahme, dem Schäumen einer Wand im Ausstellungsbereich, hat nun der Wiedereinbau des Fußbodens im unteren Flur des Östlichen Treppenhauses begonnen. Als Unterbau wurden 55 Säcke zementgebundener Blähton eingebracht, darauf Fermacell-Platten. Auf diesen wird anschließend das mit Mikrowelle behandelte historische Parkett eingebaut.

12. Februar 2025: Eigentlich sollte heute im Austellungsbereich des Herzogin-Agnes-Flügel nur die alte Spanplattenverkleidung von der Wand entfernt werden. Doch schon beim Abnehmen der ersten Platte musste Handwerker André Fiedler feststellen, dass sich hinter der Verkleidung der Echten Hausschwamm ausgebreitet hat. Das ist nicht verwunderlich, da dieser Bereich unmittelbaren Kontakt mit dem schon behandelten Befallsbereich hat. Also wurden neben den Spanplattenauch alle anderen Holzbauteile und das Myzel selbst sorgfältig entfernt. Dem wird nun eine fachgerechte Schwammbehandlung der Mauer folgen.

6. Februar 2025: Zur Abwehr einer akuten Gefährdung arbeiten Handwerker der Kunstschmiede Gerhardt aus Knau heute rund in 35 m Höhe am Hauptturm des Neuen Schlosses. Dazu ist ein 70-Tonnen-Kran der Firma Otto Fischer aus Neustadt/Orla im Einsatz. Seit langem schon bereitet der Zustand der schmiedeeisernen Wasserspeier in Gestalt von Drachen Sorge. Einzelteile sind in der Vergangenheit bereits abgebrochen. Wie sich jetzt herausstellt, sind auch die Verankerung der über 100 Kilo schweren Teile im Sandstein teilweise desolat. Auf Initiative des Fördervereins werden die kunstvollen Wasserspeier heute abgebaut und zunächst eingelagert. Die Arbeiten führt die Firma Gerhardt kostenlos aus; der Kraneinsatz wird aus Spendenmitteln finanziert. Ein Team des MDR-Thüringen-Journals und andere Medienvertreter begleiten die Arbeiten.

8. Januar 2025:  Die sanierte Turmhaube des Treppenturms mit der wunderschönen Wetterfahne - bislang war sie durch die Gerüstkonstruktion verdeckt. Heute haben die Mitarbeiter der Firma Sanow das günstige Wetter ausgenutzt, um mit dem Rückbau zu beginnen.