btb2020

Förderverein Schloss Hummelshain


Bautagebuch 2020


Im Jahr 2020 sind wir schon beim dritten Bauabschnitt der Dachsanierung angelangt. Was vor zwei Jahren noch Neuland für unseren Verein war, ist mittlerweile schon fast Normalität. Die Arbeit als Bauherr ist für einen kleinen Verein schwierig, für den Erhalt und die Sicherung des Schlosses aber unerlässlich. In diesem Jahr ist zunächst die Sanierung der Dächer über den vom Hausschwamm befallenen Gebäudeteilen (orange)  geplant; dann die  Schwammsanierung selbst, welches wir mit zusätzlichen Mittel vom Land Thüringen und dem Bund angehen wollen. Hier im Bautagebuch werden wir Sie auf dem Laufenden halten.

06. April 2020 - Baustart bei Sonnenschein


Nach monatelanger Planung und Vorbereitung des 3. Bauabschnitts beginnt heute endlich die praktische Arbeit auf dem Dach. Bei erstklassigem Wetter entfernen die Mitarbeiter der Firma Holz-Augustin die jahrzehntealte, inzwischen undichte provisorische Eindeckung mit Preolithschindeln auf der Dachschräge des östlichen Zwerchhauses. Danach erfolgt die Sanierung der Dächer des sich anschließenden Mittelbaues.

10. März 2020 - Bauanlaufberatung


Heute auf dem Dach des Schlosses Absprache zum Baustart. Mit dabei unsere Architekten Sebastian Thorn, Dr. Ullrich Seelig sowie René Augustin mit Mitarbeiterin von der bauausführenden Firma Holz-Augustin. Am meisten fallen die Schäden an der Dachentwässerung auf; in den darunter liegenden Räumen wurde leider auch ein neuer Fruchtkörper des Echten Hausschwamms entdeckt.

6. März 2020 - Treppenreparatur beendet


Es sollte an einem Tag erledigt sein. Nun sind es drei geworden, da auch der Unterbau saniert werden musste. Es wurden die Wangen neu aufgemauert und die historischen Sandsteinstufen mit Stahlbetonstürzen unterfangen. Aus Schönheitsreparaturen wurde bewußt verzichtet. Wir danken Dieter Rossmann für sein Sponsoring und seinen  Handwerkern für die vorzügliche Arbeit.

05. März 2020 - Zwei überraschende Entdeckungen


Bei einem Schlossbesuch war der Bauunternehmer Dieter Roßmann förmlich über das Problem gestolpert: Die gebrochenen Treppenstufen am westlichen Terrassenaufgang. Und der mit historischer Bausubstanz vertraute Unternehmer hatte sich spontan bereit erklärt, den Förderverein mit einer Reparaturleistung zu unterstützen. Da die Innenräume des Schlosses zurzeit gesperrt sind und die Terrasse von Besuchern stark frequentiert wird, ist dies besonders wichtig.

Heute haben die Mitarbeiter der Roßmann Bau GmbH aus Grobsdorf bei Gera mit der Reparatur begonnen. Und nach dem Herausnehmen zweier defekter Stufen entdeckt, dass auch die Treppenwangen dringend reparaturbedürftig sind. Die "kleine Reparatur" weitet sich also zu einer aufwändigerenen Instandsetzung aus.

Ganz nebenbei haben Förderverein und Handwerker eine weitere Entdeckung gemacht. Bislang war auch unter Experten unklar, ob das 1880-85 gebaute Schloss bereits mit einer Horizontalsperre gegen aufsteigende Feuchtigkeit ausgerüstet war. Diese wurde nun im Fundament der Terrasse sichtbar, und zwar in einer ungewöhnlichen Ausführung: eine kaum papierstarke und beidseitig mit Bitumen versehene Bleifolie. Das muss weiter untersucht werden.



3. März 2020 -  Gerüststellung am östlichen Risalit und am Verbindungsbau

 Nach der Fördermittelbereitstellung, Bauplanung, Ausschreibung und den notwendigen Vertragsabschlüssen  beginnt nun mit dem Gerüstbau die Sanierungsarbeit. Hauptauftragnehmer ist 2020 die Firma Holz-Augustin aus Schkölen,  ein Handwerksbetrieb aus der Region. Vom Gerüst aus ist vieles aus ungewohnter Nah-Perspektive zu sehen - Bauschäden wie auch schöne Details.