btb2019

Förderverein Schloss Hummelshain


Bautagebuch 2019


2019 nehmen wir den nächsten Schritt bei der Dachsanierung in Angriff. Das Dach rund um den Badeturm wird wie bereits die anderen Bereiche komplett überarbeitet. Dazu wird die Eindeckung entfernt, Dachstuhl, Dachhaut und Dachentwässerung erneuert und anschließend mit Schiefer neu gedeckt. Hinzu kommt die Restaurierung der "englischen" Schornsteine, der schmiedeeisernen Dachziergitter sowie verschiedener Gauben. Für diesen Baubschnitt stehen 223.700 Euro der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaates Thüringen aus dem Förderprogramm für „Kulturdenkmäler von nationaler Bedeutung" zur Verfügung.

Juli  2019

31. Juli 2019: Der 2. Bauabschnitt geht dem Ende zu; das Dach des Herzog-Ernst-Flügels (Westflügel), das besonders viele Schäden aufwies, ist weitgehend saniert. In den nächsten Tagen müssen noch die Fallrohre erneuert, die Bekrönungen der Gauben und das schmiedeeiserne Dachziergitter montiert werden. Letzteres wurde durch die Fa. Gerhardt restauriert - einschließlich des Endpfostens. Fördervereinsvorsitzender Rainer Hohberg ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden.   

30. Juli 2019: Schwammsanierungs-Konzept an Eigentümer Dr. Rothe übergeben. Das im Auftrag des Fördervereins mit Unterstützung des Thüringer Landesamtes für Denkmalpflege erarbeitetete Konzept macht genaue Vorgaben zur Beseitung des "Echten Hausschwamm" in den südlichen Räume des Schlosses und enthält eine detaillierte Kostenermittlung. Das Konzept umzusetzen, ist Aufgabe des Eigentümers und eine entscheidende Vorausetzung, damit der Förderverein den nächsten Bauabschnitt der Dachsanierung beginnen kann.  

25. Juli 2019: Die Obelisken der Rundfenstergauben der Turmhaube am "Badeturm" wurden in den vergangenen Jahren demontiert, da sie defekt oder nicht mehr standfest waren. Mittels einer Krangondel werden die sanierten Zierteile heute neu montiert. Steinmetzmeister Brock wird dabei vom Kranführer der Fa. Pfeiffer unterstützt. Inzwischen ist die westliche Dachfläche komplett eingeschiefert und die Arbeiten an den Gauben gehen dem Ende zu. 

16. Juli 2019: Giebel in Sicht: Zu viert arbeiten sich die Kollgen der Fa. Pfeiffer an der westlichen Dachfläche des Herzog-Ernst-Flügels  empor. Äußerst zeitaufwendig sind dabei die Arbeiten an den großen und kleinen Dachgauben.

10. Juli 2019: Fortsetzung der Schiefer- und Spenglerarbeiten am Westflügel: Die Schiefereindeckung der westlichen Dachfläche reicht nun bis zu den kleinen Gauben. An der großen Sandsteingaube ist Spengler Jens Gottschalg mit den Verblechungen beschäftigt. Mit Hilfe der Krangondel entfernen Heiko Wipprecht und Stefan Schmidt die verrosteten Haltebänder der Keramikröhren des Schornsteins - Vorbereitung für die Montage der Blitzschutzanlage. 

3. Juli 2019: Bauberatung von Firmenchef Hendrik Pfeiffer mit seinen Mitarbeitern. Inzwischen wurde der Flachdachbereich des Westflügels mit einer dauerhaften Stehfalzdeckung versehen. (Alle Flachdachbereiche des Schlosses sind so angelegt , dass sie für den den Betrachter von unten unsichtbar bleiben.)  Die vielfach abgekanteten Blechprofile für die Restaurierug der Gauben waren für Spengler Fred John eine besondere Herausforderung. 

Juni  2019

28. Juni 2019: Der ZDF-Länderspiegel berichtet über "verfallende Schlösser im Osten" - und auch über die bauliche Situation von Schloss Hummelshain.

26. Juni 2019: Spengler- und Schieferarbeiten am heißesten 26. Juni seit Beginn der Wetteraufzeichnungen: Die nördliche Dachseite des Westflügels ist komplett eingeschiefert; nun haben die Schieferarbeiten an der Sandsteingaube  begonnen. Zugleich entsteht  am Flachdachbereich der westlichen Seite eine neue Dachentwässerung.

25. Juni 2016: Beratung über den Einsatz von Mikrowellentechnik bei der Schwammsanierung mit Architekt Dr. Ulrich Seelig und dem Holzschutzsachverständigen Andre Matzke von der Firma MTB. Die Firma hat schon in zahlreichen Baudenkmalen Mikrowellentechnik für die Behandlung von befallenem Holz- und Mauerwerk eingesetzt. Bilder rechts zeigen das Wachstums eines Fruchtkörpers im Ministerzimmer innerhalb von 14 Tagen.

20. Juni 2019: Spenglerarbeiten an der nördlichen Sandsteingaube: Mit viel Fingerspitzengefühl erneuern die Spengler der Fa. Pfeiffer heute die Verblechungen der Voluten nach dem historischem Vorbild. Inzwischen haben an der Nordtraufe auch die Schieferarbeiten begonnen. 

19. Juni 2019: Schornsteinmontage: Nach dem Neuaufmauern und Verfugen des dreizügigen Schlotes werden mit dem Kran heute der Sandsteinsockel und die Keramikröhren aufgesetzt. Anschließend kann das Sondergerüst abgebaut werden, damit die Dachdecker wieder Baufreiheit auf der westlichen Dachfläche des

Herzog-Ernst-Flügels haben.



13. Juni 2019: Die neue Dachentwässerung der Nordtraufe  entsteht. Seit gestern arbeiten die Spengler der Fa. Pfeiffer zu viert am Westdach des Nordflügels. Der Schiefer für den neuen Bauabschnitt wurde angeliefert, diesmal von Fa. Rathschek.

Mai 2019

25. Mai 2019: Demontage weiterer Schornsteinteile mit dem Schwerlastkran: Da der Baukran den rund 600 kg schweren Sandsteinaufsatz  nicht heben konnte, wird die Arbeit an den zu sanierenden Schloten durch die Fa. Brock heute mit einem Schwerlastkran fortgesetzt. Den Aufsatz durch die Gerüstöffnung zu "fädeln", ist Millimeterarbeit. Nun steht das teilweise Abtragen und Neuaufmauern des dreizügigen Klinkerschlotes bevor.

22. Mai 2019: Öffnen der vom Echten Hausschwamm befallenen Bauteile: Die Zimmerleute entfernen im ehemaligen Ministerzimmer die Wandverkleidungen und in der benachbarten Küche Einbauschränke und öffnen den Fußboden. Die freigelegten Deckenbalken und Wände weisen starke Schäden auf, die nun untersucht werden müssen. Als "Beifunde" historische Tapeten (Bild rechts oben mit Pilzmycel) und unter diesen Zeitungen, die noch älter als das Schloss sind - u.a. der Dresdener Anzeiger von 1876.

18. Mai 2019: Förderverein begrüßt Bodo Ramelow: Bereits zum vierten mal besuchte Bodo Ramelow das Neue Schloss. 2017 gab der Ministerpräsident hier den Startschuss für die mit Mitteln des Landes und des Bundes unterstützte Dachsanierung durch den Förderverein. Heute informiert er sich über den Stand der Arbeiten und diskutiert mit Förderverein und Eigentümer über mögliche Perspektiven des Schlosses: "Es wäre gut, wenn wir die Eigentumsverhältnisse so klären könnten, dass es in Zukunft eine öffentliche Nutzung geben kann."  Ein privates Baudenkmal dauerhaft mit öffentlichen Mitteln zu unterstützen, das gehe nicht.

10. Mai 2019: Im Bereich der Nordgaube des Westflügels müssen die maroden Schwellen und Sparrenfüße sowie die Gaube erneuert werden. Die Dachfläche erhält eine neue Schalung und Unterspannbahn.

9. Mai 2019: Demontage der sanierungsbedürftigen Schlote: Mit Hilfe des Baukrans der Firma Pfeiffer demontieren Steinmetzmeisterin Sabine Brock und Steinmetzmeister Phillip Wolf in schwindelnder Höhe die Terrakotta-Aufsätze.  Das MDR-Team von Ria Weber ist auch dabei und wird Thüringen-Jornal über den Fortgang der Arbeiten berichten.

6. Mai 2019: Bau der Schornsteingerüste:  Die "Gerüstartisten" der Firma Pleyer haben es geschafft. Nun sind auch die hohen "englischen" Schorn-steine zugänglich. Schon beim ersten Blick offenbart sich ihr Zustand. Der westlich stehende schwankt beträchtlich, beim östlichen kann man durch die völlig ausgewaschenen Fugen hindurchsehen (Foto unten Mitte) . Viel Arbeit für Steinmetzmeister Brock. 

5. Mai 2019: Heute blicken wir wir mal auf die Schlossbaustelle Nr. 2. Seit fast zwei Jahren arbeitet Werner Bickel in Wurzbach, Polizeibeamter im Ruhestand, an einem Modell des Neuen Schlosses Hummelshain zum Zeitpunkt seiner Ferigstellung 1885.  Bickel verwendet zum einen Anker-Bausteinen, stellt aber viele Bauteile und Details mit CNC-Technik und 3-D-Druck selbst her. Grundlage dafür sind Baupläne  sowie  aktuelle und historische Fotografien.  Hinsichtlich der Qualität und Detailtreue entsteht hier eine einzigartige Spitzenleistung. Bis auf den Turm ist das Modell fertig. Derzeit arbeitet Bickel am Modell der Uhr am Hauptturm.

April 2019

26. April 2019: Die Holzarbeiten an der westlichen Dachfläche und den drei Gauben sind fertiggestellt. Im Laufe der Woche wurde die Schalung erneuert, die Holzkonstruktion der Gauben instandgesetzt und die Unterspannbahn aufgebracht. Die aufwändigen Zinkblech-Verkleidungen der kleinen Gauben (unten Mitte) sind verschlissen und müssen neu angefertigt werden. Polier Thomas Schröter und Architekt Dr. Ulrich Seelig nehmen die Holzkonstruktion der nördlichen Gaube in Augenschein. Schwellen und Sparrenfüße sind morsch und müssen komplett erneuert werden. 

15. April 2019: Öffnen der Dachhaut: Bei strahlendem Sonnenschein nehmen heute die Handwerker des Berlstedter Bauunternehmens Hendrik Pfeiffer das Dach des Westflügels in Besitz, das für mehrere Wochen ihr luftiger Arbeitsplatz sein wird. Der Einsatz von Polier Thomas Schröter und den Zimmerleuten Paul Zenkert, Adrian Grünberg und Stefan Mühle  ist von Anfang an spannend: Er beginnt mit dem Öffnen der Dachhaut. Dabei wird sich zeigen, in welchem Zustand das mehr als 130 Jahre alte hölzerne Tragwerkwerk ist. Erfreulich, dass die Firma mit einem eigenen Kran angerücktist, der während der Maßnahme am Schloss bleiben wird.


12. April 2019: Bauanlaufberatung bei ziemlich frostigen Temperaturen, draußen wie auch im Schloß. Im Mittelpunkt stehen Absprachen zum Bauablauf für die nächsten Wochen. Dabei sind Jörg Schindewolf und Melanie Junge von der Unteren Denkmalbehörde, unsere Architekten Dr. Ullrich Seelig und Sebastian Thorn, Dr. Claudia Hohberg, Dr. Rainer Berthelmann und Rainer Hohberg vom Förderverein, Dr. Lutz Rothe von der Eigentümergesellschaft und als wichtigste Personen die Verantwortlichen der Handwerksbetriebe, die den Zuschlag für den 2. Bauabschnitt bekommen haben: Hendrik Pfeiffer, Zimmermeister und Restaurator von der Pfeiffer GmbH Berlstedt, Steinmetzmeister Alexander Brock, Kunstschmiedemeister Ralph Gerhardt und Herr Mittmann von Gerüstbau Pleyner.  Beim 2. Bauabschnitt dominieren Handwerker aus Thüringen.   


9. April 2019: Gerüstbau für den 2. Bauabschnitt. Gestern und heute haben die Mitarbeiter der Fa. Plyener  die notwendigen Gerüste gestellt. Eingerüstet sind der zwischen Mittelrisalit und Badeturm gelegene Bereich der Westseite des Herzog-Ernst-Flügels (Bild links) sowie dessen Nordseite (Bild rechts). Die Schornsteine werden gesondert eingerüstet.

März 2019

14. März 2019: Heute findet die Wiederholung der Submission statt.  Seit November laufen die Vorarbeiten für den  2. Bauabschnitt. Aufgrund der gestiegenen Baupreise musste die 1. Ausschreibung aufgehoben und mit reduziertem Umfang neu ausgeschrieben werden. Es sollen weitere Dachflächen des Westflügels denkmalgerecht saniert werden. Zu den  Flächen (schraffiert) gehören auch mehrere aufwändig zu sanierende  Schlote und Dachgauben. Die Arbeiten auf dem Dach werden wetterabhängig voraussichtlich am 8. April  mit dem Gerüstbau beginnen. 

Februar 2019

28. Februar 2019: Verdacht auf Echten  Hausschwamm bestätigt. Durch das über viele Jahre eindringende Regenwasser ist das Mauerwerk des Schlosses teilweise stark durchfeuchtet. Das begünstigt die Ausbreitung von Bauholzpilzen. Am 5. Februar  wurden im Auftrag des Fördervereins  Proben im ehemaligen Arbeitszimmer der Herzogin genommen, wo sich an einer Schadstelle auffällige Fruchtkörper gebildet haben. Diese wurden nun  vom Jenaer Blei-Institut - Privatinstitut für Innenraumtoxikologie - untersucht. Der Verdacht auf den Echten Hausschwamm hat sich bestätigt.  Im darüber liegenden Raum wird nun der Fußboden geöffnet, um die Schadsituation genauer beurteilen zu können. Wir suchen einen Bausachverständigen, der dabei helfen kann!


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