Das neue Jahr beginnt in Hummelshain mit der Fertigstellung der Wasserspeier vom Hauptturm, die in der Werkstatt von Ralf Gerhardt in Knau wieder in ihren historischen Zustand gebracht werden. Außerdem wollen wir in diesem Jahr im Außenbereich vorankommen. Noch steht einer der Flachbauten aus DDR-Zeiten - kein schöner Anblick. Das Ergebnis der letzten Jahre kann sich sehen lassen, und wir sind stolz auf das Erreichte. Hier in unserem Bautagebuch können Sie auch in diesem Jahr erleben, wie es mit dem Jagdschloss vorwärt geht.

31. März 2026: Ein Sturm hatte im Oktober 2025 die zentnerschwere Spitze einer Eiche auf die Anlage an der Hirschgruppe stürzen lassen. Zum Glück war die große Bronzeplastik nicht betroffen, umso mehr jedoch der sog. Herzogsstein, der an den 70. Geburtstag des Schlosserbauers Herzog Ernst I. von Sachsen-Altenburg erinnert. Die Untersuchung durch Steinmetzmeister Schweiger /Orlamünde ergab, dass die Platte aufgrund starken Zerstörung und der der Brüchigkeit des alten Sandsteinmaterials nicht zu reparieren ist. Nun wurde durch die Firma Schweiger eine Kopie angefertigt und aufgestellt, die hinsichtlich des verwendeten Materials (roter Sandstein), Form und Größe sowie der Inschrift dem zerstörten Original entspricht. Diese Maßnahme ist aus einem historischen Grund wichtig: am 16. September dieses Jahres wird der 200. Geburtstag des verdienstvollen Herzogs begangen.






25. März 2026: Nach dem Schwammbefall 2024/25 mussten im unteren Flur des Ostflügels der Parkettboden, die Türen, Türrahmen und alle anderen Holzbauteile entfernt werden, um die fachgerechte Bekämpfung des Hausschwamms zu ermöglichen. Nachdem das historische Parkett wieder eingebaut ist, stellt unser Fachmann André Fiedler alle Putzflächen und -kanten wieder her. Die Holzmanufaktur Herzog hat bereits „Scheuerleisten“ entsprechend dem historischen Vorbild angefertigt und wird sie demnächst einbauen.



19. März 2026: Auf Initiative der Eigentümergesellschaft des Schlosses werden derzeit die Parkettböden des Festsaales sowie des Empfangssaales aufgearbeitet. Im Empfangssaal handelt es sich um das bauzeitliche Eichenparkett, im Festsaal um einen vermutlich in den 70 Jahren des 20. Jahrhundert eingebauten Boden, ebenfalls in Eiche. Die Arbeiten werden durch die Weimarer Bautischlerei Smalian ausgeführt. Dazu gehört die Reparatur beschädigter Teile des Parketts, etwa am Kamin des Empfangssaales und an den Terrassentüren des Festsaales. Die durch langjährige intensive Nutzung stark renovierungsbedürftigen Böden wurden zunächst mehrfach mit verschiedenen Körnungen (24-120) geschliffen. Dem folgen die Grundierung und die fachgerechte Lackierung. (Die Bilder 1 und 2 zeigen den noch nicht abgetrockneten Lack.)

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11. März 2026: Entsprechend der mit der Denkmalsbehörde abgestimmten Planung (siehe Bautagebuch 26. Februar 26) schlägt Bildhauer Sven Offenbächer die beschädigten Teile der Wappen millimetergenau heraus. Von den erhaltenen Arealen werden Silikonabformungen angefertigt. In die "Leerstellen" werden später sogenannte Vierungen eingefügt, in originaler Werktechnik angefertigte Kopien der herausgenommenen Wappenteile.






2. März 2026: Die Wiederherstellung des Gesimsbandes oberhalb der Wappentiere hat begonnen. Als erster Arbeitsschritt werden durch die Steinmetze der Fa. Brock die stark korrodierten Sandstein-Bauteile des 12 Meter langen Simses entfernt – eine anspruchsvolle und harte manuelle Arbeit.




25. Februar 2026: Heute erfolgte die Abstimmung unseres gemeinsam mit Bildhauer Sven Offenbächer und Architekt Dr. Seelig erarbeitetes Restaurierungskonzept mit der Unteren und Oberen Denkmalbehörde, die dem vollinhaltlich zustimmte. Nun kann die praktische Umsetzung erfolgen: In der 1. Märzwoche beginnen die Arbeiten am Sims, in der 2. die an den Wappen und Wappentieren des Portikus.

11. Februar 2026: Der Bildhauer Sven Offenbecher (rechts im Bild neben Architekt Dr. Ulrich Seelig) wird in den nächsten Monaten der wohl wichtigste Akteur auf unserer Schlossbaustelle sein. Er hat die schwierige Aufgabe übernommen, die Wappentier und Wappen des Portikus fachgerecht zu restaurieren. Bei der heutigen Bauberatung wurden die jetzt beginnenden Arbeiten detailliert besprochen. Parallel dazu wird Steinmetzmeister Brock mit seinem Team den stark geschädigten Sims unterhalb des Balkons in die Kur nehmen. Zuvor war die statische Stabilität des Portikusgewölbes durch den Einbau mehrerer Edelstahlanker gesichert worden. Die Arbeiten werden durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz finanziert.







11. Februar 2026: Die Restaurierung der ersten beiden Wasserspeier vom Hauptturm ist abgeschlossen. Die stark beschädigten Teile waren im Vorjahr abgebaut worden - siehe Bautagebuch 2025. Nach mehrmonatiger Arbeit in der Kunstschmiedewerkstatt Gerhardt wurden sie heute angeliefert. Die schmiedeeisernen Kunstwerke werden zunächst im Foyer des Neuen Schlosses ausgestellt.

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26. Januar 2026: Wir trauern um Jens Gottschalg, einen unserer tollen Handwerker, die in den letzten Jahren Großartiges bei der Sanierung des Neuen Jagdschlosses Hummelshain geleistet haben. Die meisterhaften Blecharbeiten an der Haube des Treppenturmes waren eine seiner letzten Arbeiten. Am 26. Januar ist Jens (Jahrgang 1961) an seinem Krebsleiden verstorben.





22. Januar 2026: Ein Herbststurm hatte im Oktober die zentnerschwere Spitze einer Eiche auf die Anlage an der Hirschgruppe stürzen lassen. Zum Glück war die große Bronzeplastik nicht betroffen, umso mehr jedoch der Herzogsstein, der an den 70. Geburtstag des Schlosserbauers Herzog Ernst I. von Sachsen-Altenburg erinnert. Der Stein wurde durch die Firma von Steinmetzmeister Schweiger aus Orlamünde geborgen. Die Untersuchung ergab, dass sie aufgrund der Brüchigkeit des alten Sandsteinmaterials nicht zu reparieren ist. Im Auftrag des Fördervereins hat der Steinmetzmeister inzwischen einen passenden Rohling von sehr guter Steinqualität beschafft, aus dem eine Kopie der historischen Herzogs-Tafel angefertigt werden soll. Dafür gibt es einen naheliegenden historischen Anlass: am 16. September dieses Jahres wird der 200. Geburtstag des verdienstvollen Herzogs begangen.




13. Januar 2026: Die stark beschädigten und absturzgefährdeten Wasserspeier vom Hauptturm des Hummelshainer Schlosses waren im Februar 2025 in einer schwierigen Kranaktion demontiert worden. Seither laufen die Restaurierungsarbeiten der ersten beiden der rund 150 Kilo schweren Kunstwerke in der Kunstschmiedewerkstatt der Firma Gerhardt in Knau. Nachdem ein Zwischenergebnis der Arbeiten im Herbst 2025 im Neuen Schloss ausgestellt worden war, gehen die Arbeiten nun weiter. Die neu angefertigten wie auch die restaurierten Teile erhalten einen Korrosionsschutz mit Zinkphosphat und anschließend erfolgt die Dickbeschichtung aller Sichtflächen.



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